Atolle der Kunst

Es gibt Redebeiträge, die sind zu einfach. Die werden mit dem Pathos des Wichtigen vorgetragen, sind in ihrem Erkenntnisgewinn aber so banal, dass sie nicht mehr als ein Gähnen oder ein Hochziehen der Augenbrauen wert sind. Etwa das Dschungelcamp sei niveaulos, mit lauter Unbekannten besetzt, eklig und daher nichts, über das berichtet werden sollte. Die Frage bliebe dann jedoch, welche Kultur überhaupt nennenswert ist.

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Zu viele Figuren

Stadträte sind kein Ort der Magie. Im besten Fall diskutieren ihre Mitglieder stundenlang über Gießkannen auf Friedhöfen. Im schlimmsten Fall mit ideologischem Überbau bereichert und von peinlicher Geltungssucht getrieben. Ausgerechnet dieses Sujet hat sich JK Rowling für den Nachfolger der rekordbrechenden Harry-Potter-Reihe ausgerechnet. Damit musste sie scheitern. Tut dies – und irgendwie doch nicht.

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Wieso zurückrudern?

Der Verteidigungsminister kritisiert die Medien für den "Fall Drygalla", die Bild spricht davon, ihre Kritiker würden zurückrudern und manche Zeitungen finden Vokabeln wie „Hetzjagd“ oder „Sippenhaft“ für die Berichterstattung der vergangenen Tage. Wieso? In Sachen Nadja Drygalla ist nichts geschehen, was nicht zu legitimieren wäre.

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Auf ewig ungelesen

Vorwörter sind der Darmfortsatz des Geschriebenen: Überflüssig. Und manchmal sind sie so schmerzhaft, dass sie weh tun – und dann am besten entfernt werden. Eine gute Funktion erfüllen sie nur selten.

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Ein Lob der Verschwörungstheorie

Die Haare ohne Frisur, der Blick geht wirr ins Leere. Verschwörungstheoretiker werden wie wahnsinnige Nerds dargestellt. Das Wort ist längst zum Synonym für abgedrehte Spinner geworden. Der Verdacht, es handele sich um eine Verschwörungstheorie, diskreditiert jede These. Mit fatalen Folgen.

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