Schwierige Debatten

Das 28. „FernsehfilmFestival“ findet nächste Woche in Baden-Baden statt. 3sat zeigt ab diesem Samstag die zwölf Filme, die für den „Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste“ vorgeschlagen sind – die Zuschauer können den „3sat-Zuschauerpreis“ vergeben.

 

Die zwölf Filme, die auf 3sat laufen, greifen schwierige gesellschaftliche Debatten auf. Etwa „Zwei Leben. Eine Hoffnung“, der am Sonntag, 20. November, um 20.15 Uhr startet. In dem Drama muss eine von Annette Frier dargestellte Chirurgin entscheiden, wer eine lebensrettende Leber als Organspende erhält. Für einen der beiden Patienten ist diese Entscheidung ein Todesurteil.

Danach, ab 21.40 Uhr, läuft Lina, die Geschichte einer 17-Jährigen aus der Schweiz, die in den späten 60er Jahren in die „Umerziehung“ gesteckt wird. Die Behörden werfen Lina (Rabea Egg) einen „lasterhaften Lebenswandel“ vor. Im Gefängnis bringt sie einen Sohn zur Welt – der von 3sat gezeigte Film ist auch die Geschichte, wie entfremdet Mutter und Kind sind, wenn sie sich nach 40 Jahren wieder treffen.

Auch am Dienstag, 22. November, geht es ab 21.45 Uhr um Zeitgeschichte. In „Die Akte General“ wird der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer porträtiert, der sich in der Nachkriegszeit darum verdient machte, die Strafverfolgung von Nazi-Verbrechern nicht aufzugeben – etwa dass es den Frankfurter Auschwitz-Prozess gegeben hat, ist sein Verdienst .

In „Die Akte General“ wird die Geschichte erzählt, wie Bauer (Ulrich Noethen) ein Strafverfahren gegen Hans Globke (Bernhard Schütz) in Gang setzen will – die rechte Hand von Bundeskanzler Konrad Adenauer und unter den Nazis der, der die Auslegung der Rassegesetze verantwortet hat.

3sat beschließt die Reihe am Donnerstag, 24. November, mit „Nacht der Angst“, der Geschichte der freiberuflichen Hebamme Emma (Nina Kunzendorf), die sich wegen einer schlecht verlaufenen Geburt vor Gericht verantworten muss. Hat sie ihre Fähigkeiten überschätzt? Und wenn ja, ist sie deshalb für das Leben des Kindes verantwortlich?

Abstimmen können Zuschauer auf der Internetseite www.3sat.de. Die Wahl dauert vom 19. bis zum 25. November. Zu gewinnen gibt es eine Reise – samt Eintrittskarten – zu der Verleihung der Grimme-Preise in Marl.